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Welchen Unterschied gibt es zwischen Desinfektion und Sterilisierung?
Die Desinfektion zerstört alle Mikroorganismen in dem gegebenen Ambiente, mit Ausnahme der Sporen: ein auf entsprechende Weise desinfizierter Gegenstand kann noch einen pathogenen Mikroorganismus übertragen. Die Sterilisierung bedeutet die vollständige Zerstörung aller Mikroorganismen, einschließlich der Sporen.

Was sind die Eigenschaften der Dampfsterilisierung?
Dampf ist das wirksamste verwendete Sterilisiermittel und der gesättigte Wasserdampfdruck garantiert die wirksamste Wärmeübertragung. Aufgrund dessen werden Dauer und Temperatur der Behandlung beachtlich verringert: bei 134 °C sind 4 Minuten, bei 121 °C 15 Minuten ausreichend. Außerdem hinterlässt die Dampfsterilisierung keine giftige oder gefährliche Rückstände auf der Ladung und beschädigt die Instrumente nicht (unter der Bedingung, dass sie hitzebeständig bezüglich der erreichten Temperaturen sind).

Was bedeutet EN 13060?
Es handelt sich um die europäische Norm bezüglich kleiner Dampfsterilisierungsgeräte. Cominox® gehört seit 1996 aktiv zur Arbeitsgruppe WG5 der Technischen Kommission TC 102 vom Europäischen Normalisierungsausschuss, bevorzugt für die Erstellung der Norm EN 13060.

Was ist ein Autoklav vom Typ B?
Die Norm EN 13060 unterscheidet drei Zyklenarten:
B Sterilisierungszyklus für alle Ladungen (Instrumente, poröse Ladungen und hohle Ladungen vom Typ A und B, verpackt oder unverpackt);
N Sterilisierungszyklus für feste nur unverpackte Instrumente;
S Sterilisierungszyklus für feste unverpackte Instrumente und einer anderen Typologie unter den des Zyklus B (wie vom Hersteller erklärt).
Unter dem Autoklav vom Typ B versteht sich ein Autoklav, der einen B-Zyklus ausführt und daher jede Ladungsart sterilisieren kann.

Was bedeutet Band der Sterilisierungstemperatur?
Den von der Norm EN 13060 gestellten Anforderungen gemäß, müssen die folgenden neun Temperaturen, von denen acht an verschiedenen Stellen der Ladung und im freien Raum der Kammer gemessen wurden und die letzte aus der Sattdampfkurve des gemessenen Kammerdrucks entnommen wurde, höher als die Sterilisierungstemperatur liegen, jedoch nicht mehr als 4 °C (z.B. für einen 134 °C Zyklus müssen sie zwischen 134 und 138 °C, das Sterilisierungsband, liegen). Außerdem dürfen sie gleichzeitig nicht mehr als 2 °C abweichen. Dies garantiert für die Gesamtaussetzungsdauer ständig bleichbleibende für die Sterilisierung erforderliche Bedingungen, und mittels Vergleich zwischen Temperatur und Druck auf der Sattdampfkurve, dass ein entsprechendes Luftablassen vor der Sterilisierung selbst erfolgte.

Wozu dienen die Vor-Vakuumphase und das eventuelle fraktionierte Vakuum?
Das Entfernen der Luft aus der Kammer des Autoklaven ist erforderlich, da die Luftdichte im Vergleich zum Druck und zur Temperatur ungefähr 1,5 mal die des Dampfes ist, sodass die eventuell während der Sterilisierung vorhandene im unteren Teil der Kammer geschichtete Luft, die sogenannten "Lufttaschen" bildet, deren unkontrollierte Temperatur für die Sterilisierungsqualität sehr schädlich ist.

Warum ist die Trocknung wichtig?
Bei verpackten Ladungen ist die Trocknung sehr wichtig, um die Sterilität der Instrumente in den Verpackungen während der Lagerungszeit garantieren zu können. Die Packungen müssen bei Beendigung des Zyklus trocken aus dem Autoklav entnommen werden, andernfalls könnten sie sofort erneut kontaminiert werden.

Wozu dient der Bowie & Dick Test?
Er dient zur Prüfung der korrekten Dampfpenetration bei porösen Ladungen (z.B. Gazen oder Stoffe) und der Wirksamkeit des Luftentleerungssystems. Der Test besteht normalerweise aus einer Packung mit einem chemischen Prozessindikator, der gemäß entsprechendem Zyklus zu behandeln ist: bei 134 °C für 3,5 Minuten. Der Test hat Erfolg, wenn wie vom Hersteller des Testpakets angegeben, der chemische Prozessindikator gewendet wird.

Wozu dient der Vakuumtest oder Air Leakage Test?
Er dient zur Prüfung der Wirksamkeit des Luftentleerungssystems und der perfekten Dichtung des hydraulischen Umlaufs. Definiert durch die Norm EN 13060, die vorsieht, dass ein Zyklus automatisch diesen Test an Autoklaven vornimmt, die eine Vakuumphase für die Luftentleerung vorsehen. Der Test sieht vor, die Vakuumphase mindestens im besten am Gerät vorgesehenen Zyklus vorzunehmen, dann wird die Kammer für eine gewisse Zeit isoliert gehalten und geprüft, dass die Druckzunahme durch den eventuellen Lufteinlass niedriger ist als ein zuvor festgesetzter Wert.

Wozu dient der Helix Test?
Er dient zur Prüfung der korrekten Dampfpenetration bei hohlen Ladungen und der Wirksamkeit des Luftentleerungssystems. Der Test besteht aus einem Teflonrohr, das nur an einem Ende offen ist (Länge 1,5 m, Innendurchmesser 2 mm) und auf dessen Boden sich eine Kapsel, auch diese aus Teflon, mit einem chemischen Prozessindikator befindet. Die Norm EN 13060 sieht die Benutzung dieses Instrumentes als Zulassungstest vor, um die Zyklen die Hohlkörper vom Typ A (zum Beispiel die B-Zyklen) sterilisieren, zu kontrollieren. Der Test hat Erfolg, wenn wie vom Hersteller des Testpakets angegeben, der chemische Prozessindikator gewendet wird.
Für die Hohlkörper vom Typ A ist der thermometrische Test, der in der Antwort an die F.A.Q. auf die Frage Was bedeutet Band der Sterilisierungstemperatur? beschrieben wird, nicht vorgesehen, da es nicht möglich ist, die am Boden des Einschnitts des oben beschriebenen Instruments erreichte Temperatur genau zu messen.

Ist der Drucker erforderlich?
Die Norm EN 13060 fordert ein Ablaufbewertungssystem u./o. ein Registriergerät. Zweitgenanntes kann analogischer oder digitaler Art sein und muss einen Datensatz entwickeln (eine Grafik auf Papier oder im elektronischen System), in dem Temperatur und Druck in Abständen von mindestens 2,5 Sekunden mittels von denen des Sterilisatoren unabhängigen Sensoren geprüft werden. Die allgemein an kleinen Sterilisatoren verfügbaren Drucker entsprechen nicht diesen Anforderungen und sind daher nicht obligatorisch. Trotzdem ist der Drucker nützlich für die Aufnahme und als Archiv für Informationen bezüglich des Zyklus und der sterilisierten Ladung und um die Ursache eventueller Störungen festzustellen.

Was macht das Ablaufbewertungssystem?
Die Norm EN 13060 fordert ein Ablaufbewertungssystem u./o. ein Registriergerät. Erstgenanntes muss automatisch die wesentlichen Faktoren, die die Sterilisierung garantieren, kontrollieren und den Bediener darauf hinweisen, ob der Zyklus akzeptierbar ist oder nicht. Das Ablaufbewertungssystem sollte besonders auf die gleichen Fragen antworten, die sich ein gut geschulter Bediener bei der Prüfung des Zyklus-Datensatzes stellen würde, um festzustellen, ob er korrekt vervollständigt wurde oder nicht:
· War der Druck beim Vor-Vakuum und bei den folgenden Vakuumspitzen angemessen niedrig?
· Wurde dieser innerhalb der Zeitgrenze erreicht?
· War der Druck bei den Dampf-Höchstwerten angemessen hoch?
· Wurde dieser innerhalb der Zeitgrenze erreicht?
· Hielt sich der Druck während der Sterilisierung innerhalb der Grenzwerte?
· Wurde dieser innerhalb der Zeitgrenze erreicht?
· Hielt sich die Temperatur während der Sterilisierung innerhalb der Grenzwerte?
· Reichte die Sterilisierungsdauer aus?
· War der Druck beim Trocknen angemessen niedrig?
· Reichte die Trocknungsdauer aus?
Kurz gesagt, er muss spezifische Störungen des Prozesses und des Autoklaven erkennen können.

Welchen Unterschied gibt es zwischen den hohlen Ladungen vom Typ A und B?
Den Bestimmungen der Norm EN 13060 entsprechend, sind hohle Ladungen vom Typ A Instrumente mit nur an einer Seite geöffnetem Hohlraum, wo das Verhältnis zwischen Länge und Durchmesser der Vertiefung größer oder gleich des Hohlraums und größer oder gleich 1 und kleiner oder gleich 750 (1 £ L/D £ 750) ist und wo die Länge des Hohlraums kürzer als 1500 mm (L £ 1500 mm) ist; oder Instrumente mit einem an zwei Seiten geöffneten Hohlraums, wo das Verhältnis zwischen Länge und Durchmesser größer oder gleich 2 und kleiner oder gleich 1500 (2 £ L/D £ 1500) ist und wo die Länge des Hohlraums kürzer als 3000 mm (L £ 3000 mm) ist. Dagegen sind hohle Ladungen vom Typ B Instrumente mit nur an einer Seite geöffnetem Hohlraum, wo das Verhältnis zwischen Länge und Durchmesser der Vertiefung größer oder gleich des Hohlraums und größer oder gleich 1 und kleiner oder gleich 5 (1 = ?L/D =5) ist und wo der Durchmesser des Hohlraums größer oder gleich 5 mm (D = ??5 mm) ist; oder Instrumente mit einem an zwei Seiten geöffneten Hohlraum, wo das Verhältnis zwischen Länge und Durchmesser größer oder gleich 2 und kleiner oder gleich 10 (2 = L/D =10) ist und wo der Durchmesser des Hohlraums größer oder gleich 5 mm (D = 5 mm) ist.
Folgend sind auf dem Plan, Durchmesser des Hohlraums (D) / Länge (L), die Vereiche bezüglich der hohlen Körper vom Typ A (hellblau) und B (orange) aufgezeichnet, die nur an einer Seite geöffnet sind (für Hohlkörper mit gleichem Durchmesser und zweiseitigen Öffnungen, ist die Länge zu verdoppeln, um äquivalente Diagramme zu erhalten). Der Bereich oberhalb dieser Flächen bezieht sich auf die Körper, deren Verhältnis zwischen Länge und Durchmesser des Hohlraums zu groß ist, damit sie auch mit Zyklen vom Typ B möglich ist; der darunter liegende Bereich bezieht nicht auf Hohlkörper, sondern auf feste Körper.